TERMIN Userteffen 11.& 12.9.!

 

 

 

Spendeneingang: 174,00 EUR
Anzahl der Spenden: 4

Datum: 25.01.10
Kontostand: ca. 174,00 EUR

Kleinanzeigen
Links   Termine

  Reply to this topicStart new topic

> Lammretter, Magensonde setzen
Hardy
Geschrieben am: 2.1.2007 - 21:52
Quote Post


Jährling
***

Gruppe: Members
Beiträge: 460
Mitgliedsnummer.: 766
Mitglied seit: 25.10.04

Hauptrasse: Milchschafe
Herdengröße: 0
Bundesland: Saarland
Landkreis: DE-NK



Hallo liebe Mitschäfer und Schäferinnen,

wir hatten schon mal "Sorgenkinder" bei den Lämmern, die nicht nuggeln und nicht schlucken wollten.

In so einem Fall gehen wir so vor (und das hat uns schon oft geholfen):

Trockenrubbeln - das weckt ein wenig die Lebensgeister.

Wir nehmen dann eine "Blasenspritze" (100ml) und einen "Blasenkatheter Größe 10 oder 12" aus der Humanmedizin. Das gibt`s in der Apotheke. Die Ziffern beziehensich auf die Dicke.
Der Katheter ist 40cm lang und hat an der "Spitze" einen abgerundeten Knubbel mit 2 Öffnungen.
Jetzt Vorsicht: Den Katheter ca. 20cm tief zwischen Zunge und Gaumen ins Mäulchen schieben. Wichtig dabei: Den Kopf leicht gegen die Lammbrust beugen, auf keinen Fall gerade halten oder sogar strecken, sonst gelangt das Ding in die Lunge!

Wenn das Lamm dabei hustet, war es der falsche Weg - das Ganze dann nochmal.
Wenn es nach der Sondeneingabe ruhig weiter atmet, liegt die Sonde mit großer Wahrscheinlichkeit richtig.

Jetzt die warme Biestmilch in die Spritze ziehen, die Sonde dranklemmen und mindestens 60ml l a n g s a m eingeben. Auch hierbei darf das Lamm nicht husten.

Jetzt braucht das Lamm Wärme. Wir nehmen es mit in die Wohnung.
Nach 3 Stunden das Fläschchen versuchen.
Wenn`s nichts annimmt, nochmal die Prozedur mit der Sonde.
Nach 3 Stunden wieder versuchen und notfalls nochmal die Sonde.

Bisher hat das immer funktioniert.
Denkt dran, daß die Speiseröhre sehr empfindlich ist. Sie scheuert sich sehr schnell wund. Es ist halt eine Notmaßnahme!
Mehr als 3 Sonden würde ich nicht geben.

Die ersten 3 Tage wird es 5x gefüttert. Erste um 6:00 letzte um 24:00.
Es säuft ständig mehr. Wir geben immer 20ml mehr als es beim letzten mal angenommen hat.

Wenn Lämmchen da sind und keine Biestmilch vorhanden ist (Mutter tot), dann machen wir künstliche Biestmilch nach Ida Schwintzer (siehe unter Praxistipps "künstliche Biestmilch").

Gegen Durchfall geben wir bei Bedarf ab dem ersten Tag "Stullmisan" (ein Kräuterpräparat). Wir geben es nur einen Tag lang, also morgens, mittags, abends je 1 glattgestrichenen TL, mit ins Futter eingerührt.

So, das sollte eine Hilfe sein für Hobbyschafhalter. Die Fachleute unter Euch haben sicher noch andere Ideen.

Viel Erfolg beim Lämmer-retten!


--------------------
Grüße von Hardy
__________________

Sei nicht abergläubisch - das bringt Unglück... :-)
PMEmail Poster
Top
Thema wird von 0 Benutzer gelesen (0 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
0 Mitglieder:

Topic Options Reply to this topicStart new topic

 




MKPortal M1.0 ©2003-2005 - All Rights Reserved